RESILIENZ – Schutzschild vor den negativen Folgen von Stress und Krisen

RESILIENZ – Schutzschild vor den negativen Folgen von Stress und Krisen

Was ist RESILIENZ?

Der Begriff RESILIENZ (lateinisch resilire ‚zurückspringen‘, ‚abprallen‘) beschreibt in der Physik die Eigenschaft hochelastischer Materialien, nach vorübergehender Verformung wieder ihre Ursprungsform anzunehmen.

Auf den Menschen übertragen geht es um die Fähigkeit, Stress und Krisen – gleichsam einem „Stehaufmännchen“–  ohne bleibende Schäden zu meistern bzw. sogar gestärkt daraus hervorzugehen.

RESILIENZ lässt sich dementsprechend als Krisenbewältigungs-Kompetenz oder auch als Flexibilitäts-Kompetenz im Umgang mit herausfordernden Situationen beschreiben. Sie umfasst verschiedene Fähigkeiten, die jederzeit erlernt werden können.

Warum ist RESILIENZ so wertvoll?

Da sich unsere Lebens- und Arbeitswelt rasant verändert, müssen wir alle uns immer schneller an neue Gegebenheiten, zunehmende Komplexität und wachsende Unsicherheit anpassen. Viele Menschen fühlen sich von dieser Entwicklung überfordert und reagieren vermehrt mit Stresssymptomen, Ängsten und/oder körperlichen Beschwerden, häufig gepaart mit Leistungseinbußen.

Vor diesen negativen Beanspruchungsfolgen kann RESILIENZ durch Entwicklung und Nutzung geeigneter Ressourcen wirksamen Schutz bieten!

Wie lässt sich die persönliche RESILIENZ entwickeln bzw. trainieren?

RESILIENZ entwickelt sich in erster Linie im Zuge der Bewältigung von Herausforderungen. Und da jeder von uns bereits zahlreiche Herausforderungen gemeistert hat (z. B. das Erlernen des aufrechten Gehens,  Prüfungssituationen oder die Verarbeitung von Verlusten), verfügen wir alle bereits über RESILIENZ, jedoch in sehr unterschiedlicher Ausprägung. So gelingt es einigen Menschen, relativ gelassen mit den verschiedenen Wechselfällen des Lebens umzugehen, während sich andere vergleichsweise schnell überfordert fühlen, wenn Neues auf sie zukommt. Was diese beiden Gruppen unterscheidet, ist die Art und Weise, wie Veränderungen wahrgenommen und bewertet werden, in wieweit die Betreffenden Zugang zu geeigneten Bewältigungsfähigkeiten haben sowie die jeweils daraus abgeleiteten Bewältigungsstrategien. Diese Unterschiede basieren auf individuellen Fähigkeiten, Haltungen und Praktiken („RESILIENZ-Faktoren“), die gezielt entwickelt und trainiert werden können.

Dabei geht es zunächst einmal um die Erforschung der persönlichen Muster in den Bereichen Denken, Fühlen und Handeln. Im nächsten Schritt gilt es dann Wege und Techniken zu erlernen, mit denen als ungünstig erkannte Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen reduziert sowie gewünschte Haltungen und Praktiken aufgebaut werden können. Und schließlich heißt es dann anwenden, anwenden, anwenden. Denn wie bei allen anderen Lernvorgängen macht auch hier die Übung den Meister.

Grundsätzlich kann jeder seine individuelle Resilienz verbessern, bis ins hohe Alter. Das Training kann sowohl in Gruppen wie auch als Einzel-Coaching erfolgen. Die zentralen Elemente des Trainings sind praktische Übungen zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion, kurze Theorie-Einheiten zur Vermittlung hilfreichen Grundwissens sowie das Erlernen von Selbstregulationstechniken.

Wofür macht es Sinn, Resilienz zu trainieren?

Da wir kaum Einfluss auf die rasanten Veränderungen im Außen haben, sind wir gefordert individuelle Mittel und Wege zu finden, auf „gesunde Weise“ mit der fortschreitenden Veränderung unserer Lebens- und Arbeitswelt umzugehen. Und genau darauf zielt RESILIENZ-Training ab.

RESILIENZ stellt sozusagen einen persönlichen Schutzschild vor den negativen Auswirkungen der wachsenden Anforderungen an uns dar, indem sie die individuelle Handlungsfähigkeit im Umgang mit den kleinen und großen Widrigkeiten des Lebens erweitert und erleichtert. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit, das beruflich wie auch private Wohlbefinden und damit auf die Lebensqualität aus.

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